2022

Wunscherfüllungen im Jahr 2022

Ein Herzenswunsch von Samantha* (57):
Samantha* ist 57 Jahre alt und sehr naturverbunden. Sie ist leidenschaftliche Bio-Gärtnerin. Seit einigen Jahren ist sie wohnungslos. Trotz finanzieller Nöte engagiert sie sich unter der Woche täglich als ehrenamtliche Schulweghelferin und ist zudem im Umwelt- und Tierschutz sehr aktiv. Ihr ganzer Stolz ist der Betrieb einer kleinen Krautgartenparzelle, dessen Unterhalt sich Samantha* selbst aufgrund weiterer finanzieller Belastungen nicht mehr leisten kann. Gerne haben wir ihr wertvolles Umweltprojekt (durch die Übernahme der Pachtgebühr in Höhe von 150 Euro) im Januar 2022 unterstützt.

Zwei Brillenwünsche von Udo* und Lars*:
Udo*
und Lars* wohnen seit einiger Zeit in einer Münchner Einrichtung für Wohnungslose. Beide benötigten dringend eine Brille und haben sich daher mit der Bitte an uns gewandt, dass wir für sie die Zuzahlung in Höhe von jeweils circa 100 Euro übernehmen, welche die Krankenkasse nicht bezahlt. Dank einiger Spenden konnten beide Brillenwünsche in 2022 erfüllt werden.

Ein Herzenswunsch von Manfred*:
Manfred* hatte es nicht leicht in seiner Vergangenheit und musste schon viele Schicksalsschläge verkraften. Aktuell lebt er in einer Münchner Langzeiteinrichtung für wohnungslose Menschen und versucht hier wieder auf die Beine zu kommen. Sein Zimmer in der Einrichtung bietet ihm einen wichtigen Rückzugsort, den er sich gerne gemütlich einrichten möchten. Vor kurzem hat Manfred* seinem Sozialbetreuer von seinem Wunsch nach einem schönen Teppich berichtet. Eine schöne Wohnumgebung, die emotional auffängt und positive Gefühle schafft, gehört zu den wichtigsten Äußerlichkeiten das Lebens. Gerade die farbliche Gestaltung von Räumen hat einen intensiven Einfluss auf menschliche Gefühlslagen. Aus diesem Grund finden wir diesen ungewöhnlichen Wunsch sehr förderungswürdig und möchten ihn Manfred* gerne zeitnah erfüllen. Dank einer Spende einer Privatperson konnte der Wunsch im Januar 2022 erfüllt werden.

Ein Herzenswunsch von Franz* (66):
Franz* ist 66 Jahre alt und lebte über 15 Jahren auf der Straße. Nachdem er erst durch Frankreich, Italien, Österreich und Deutschland wanderte, fand er im Oktober 2008 schließlich seinen Platz in München. Aktuell wohnt er in einer Langzeiteinrichtung für wohnungslose Männer. Hier bekommt er ein kleines Taschengeld, das aber zum Leben bei Weitem nicht reicht. Selbst für den Kauf einer täglichen Zeitung nicht. Auf dieses Vergnügen würde Franz* jedoch nur sehr ungern verzichten. Der Literaturfan ist nämlich seit über 45 Jahren ein interessierter Leser der Süddeutschen Zeitung und verfolgt so das tägliche Weltgeschehen. Deswegen wünscht sich Franz* von Herzen ein Zeitungsabonnement für die Süddeutsche Zeitung. In den vergangenen Jahren haben wir ihm diesen Wunsch bereits erfüllt und konnten ihm nun erfreulicherweise auch für 2022 eine Verlängerung des Abonnements schenken.

Ein Wunsch von Helmut* (56):
Helmut*
ist 56 Jahre alt und lebt seit April 2021 in einem stationären Obdachlosenheim. Er leidet an einer schweren, fortschreitenden Erkrankung; eine Verbesserung seiner Situation ist ausgeschlossen. Seine Betreuer gehen von einer eher geringen Lebenserwartung aus. Aktuell benötigt er Inkontinenzmaterial in Höhe von 37,07 Euro/Monat. Die Krankenkasse übernimmt diese Kosten nicht, weil Helmut* nur einen sogenannten Notfall-Versicherungsschutz (Schmerzbehandlung Ja, alles andere: Nein!) hat. Helmut* ist an den Rollstuhl gefesselt, kann sein Zimmer nicht verlassen, und ist zu 100% austherapiert; eine monatliche Inkontinenzversorgung (durch eine Kostenübernahme unserseits) wäre für ihn eine deutliche, und wohl auch letzte Verbesserung seiner Lebensqualität in der ihm noch verbleibenden Zeit. Wir freuen uns sehr, dass wir eine Patin für Helmut gefunden haben, welche ihn ab sofort monatlich bei der Kostenübernahme unterstützen wird.

Herzenswünsche von Erwin* (53) und Micha* (49):
Erwin*
ist 53 Jahre alt und teilt sich mit dem 49-jährigen Micha* eine Wohnungslosenunterkunft. Beide sind gesundheitlich schwerst-limitiert. Erwin* leidet unter einer Krebserkrankung und Micha* unter Herzinsuffizienz. Beide haben keinerlei Anspruch auf Sozialleistung. Sie wünschen sich einen warmen Anorak (in Höhe von jeweils circa 50 Euro). Micha* benötigt zudem dringend eine neue Brille. Wir freuen uns sehr, dass wir diese Wünsche dank einiger großzügiger Spenden in Kürze erfüllen können.

Digitales Inklusionsprojekt:
Technische Geräte, wie z.B. Laptops, Tablets und Smart Phones mit einem integrierten Internetzugang galten lange Zeit als Luxusgüter. Mittlerweile stellen sie die Grundvoraussetzung dar, um digital nicht abgehängt zu werden. Für Wohnungslose dient der Zugang ins World Wide Web nicht nur der Nachrichtenübermittlung oder Weiterbildung. Gerade bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle oder Wohnung haben Betroffene offline kaum eine Chance im heutigen Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Das Internet bietet Wohnungslosen die Möglichkeit, wieder am Leben teilzuhaben und selbst aktiv teilzunehmen. Vor diesem Hintergrund betrachtet und besonders in der aktuellen Corona-Zeit, fördert der Schneekönige e. V. bewusst immer häufiger auch Wunschanträge im digitalen Bereich.

Im Jahr 2022 konnte bereits folgende Wünsche in dieser Rubrik erfüllt werden:
10 Handy-Wünsche, 3 TV-Geräte-Wünsche und 16 Tablet-/Laptop-Wünsche (+ Zubehör) wohnungsloser Frauen und Männer. Hier sind einige Beispiele:

Ein Laptop-Wunsch einer wohnungslosen Frau:
Nana*
ist eine 20jährige Bewohnerin, die in einer Münchner Obdachlosenunterkunft wohnt. Sie stammt aus Somalia und lebt seit ihrer Flucht aus ihrem Heimatland seit zwei Jahren in Deutschland. Aktuell arbeitet sie in Teilzeit und hat bislang auf einen freien Platz in einem Integrationskurs gewartet, den sie nun in Kürze beginnen kann. Danach möchte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvieren. Corona-bedingt kann ihr Integrationskurs jedoch nur online stattfinden und Nana* bräuchte hierfür dringend einen Laptop. Von ihrem Verdienst kann sie sich ein solches Gerät derzeit leider nicht leisten. Wir möchten Nana*, die immer noch nicht mit den Folgen ihrer Flucht aus Somalia zu kämpfen hat, gerne bei ihrem Weg in eine positive Zukunft unterstützen.

Ein Laptop-Wunsch einer wohnungslosen Frau:
Nana*
ist eine 20jährige Bewohnerin, die in einer Münchner Obdachlosenunterkunft wohnt. Sie stammt aus Somalia und lebt seit ihrer Flucht aus ihrem Heimatland seit zwei Jahren in Deutschland. Aktuell arbeitet sie in Teilzeit und hat bislang auf einen freien Platz in einem Integrationskurs gewartet, den sie nun in Kürze beginnen kann. Danach möchte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvieren. Corona-bedingt kann ihr Integrationskurs jedoch nur online stattfinden und Nana* bräuchte hierfür dringend einen Laptop. Von ihrem Verdienst kann sie sich ein solches Gerät derzeit leider nicht leisten. Im März 2022 konnten wir ihr einen Laptop überreichen. Wir möchten Nana*, die immer noch nicht mit den Folgen ihrer Flucht aus Somalia zu kämpfen hat, auf diese Weise bei ihrem Weg in eine positive Zukunft unterstützen.

Ein Smartphone-Wunsch eines wohnungslosen Klienten des KMFV:
Der Bewohner ist 41 Jahre alt und seit November 2021 im Adolf Mathes Haus. Er ist schon seit längerer Zeit ohne festen Wohnsitz und war in verschiedenen Unterkünften und Einrichtungen. Trotz seiner langjährigen Wohnungslosigkeit hat er immer gearbeitet. Zukünftig kann er sich vorstellen eine Umschulung zu absolvieren, um sich mit seinem Abschluss bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen sowie nach Arbeitsplätzen zu suchen, Musik zu hören und Filme zu schauen, wünschte er sich ein internetfähiges Smartphone von uns und freute sich riesig über die Wunscherfüllung.

Ein Handy-Wunsch einer wohnungslosen Klientin von Karla 51:
„Mein Name ist Maria* und ich bin 50 Jahre alt. Im Moment lebe ich im Frauenobdach KARLA 51. Ich bin seit ca. 2,5 Jahren wohnungslos und komme aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Meine Hobbys sind Spazierengehen an der frischen Luft, Musik hören und Kaffee trinken mit netten Leuten. Früher bin ich auch sehr gerne Fahrrad gefahren, das mache ich heute auch ab und zu noch. Leider funktioniert mein altes Handy nicht mehr. Daher ist mein Herzenswunsch ein neues Handy. Ich wünsche mir kein Smartphone, sondern gerne ein einfaches Tastenhandy, so wie man das früher benutzt hat. Ich benötige ein Handy, um mit meiner Familie und auch mit meinem gesetzlichen Betreuer in Kontakt bleiben zu können. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir diesen Wunsch erfüllen könnten.“
–> Diesen Wunsch konnten wir im April 2022 erfüllen.

Ein Herzenswunsch von Anna* (19):
„Mein Name ist Anna* und ich bin 19 Jahre alt. Ich wohne derzeit im Frauenobdach Karla 51 und bin seit ca. 4 Monaten wohnungslos. In meiner Freizeit bin ich gerne mit Freunden in der Stadt unterwegs und lese gerne Comics. Mein Herzenswunsch ist ein Laptop, damit ich mich für eine Ausbildung als Arzthelferin bewerben und nach freien Arbeitsstellen suchen kann. Ich freue mich auch, wenn ich mithilfe eines Laptops mit meinen Freunden in Kontakt bleiben kann. Daher bin ich sehr glücklich, wenn Sie meinen Wunsch erfüllen können.“
–> Diesen Wunsch konnten wir im Mai 2022 erfüllen.

Ein Tablet-Wunsch eines wohnungslosen Klienten des KMFV:
Jan*
ist 61 Jahre alt und wohnt seit November 2021 in einer Einrichtung des Katholischen Männerfürsorgevereins. In der Vergangenheit hat er über fünf Jahre in der Gastronomie gearbeitet als Koch. Das Einkommen war gering und so hat er leider in dieser Zeit keine Wohnung gefunden. Fast sechs Jahre wohnte er in der Bayernkaserne und zwei Jahre auf der Straße. Als Jan* auf der Straße gelebt hat, wurde er eines Nachts überfallen und mit einem Baseballschläger verprügelt. Dabei verletzte er sich schwer am Auge. Noch immer hat er seitdem Schmerzen, Seestörungen und auch Ängste. Nun hat sich seine Sozialbetreuerin an uns gewandt, da sich Jan* schon lange ein Tablet mit SIM Karte wünscht. Damit könnte er Kontakt zu seiner Schwester in Schweden aufnehmen zum Videotelefonieren, was ihm sehr viel bedeuten würde. 
–> Gerne haben wir auch diesen Herzenswunsch erfüllt.

Ein Herzenswunsch von Hubert*:
Hubert*
lebt seit vielen Jahren in einer Münchner Wohnungsloseneinrichtung und unterstützt freiwillig die anderen Bewohner des Hauses bei technischen Fragestellungen (Einrichtung von TV-Geräten, Handy-Problemen usw.). Nun ist sein alter Laptop kaputt gegangen, mit dem er seit vielen Jahren gearbeitet hat und sein Herzenswunsch wäre nun ein neuer Laptop mit dem er weiterhin arbeiten kann. Gerne haben wir diesen Wunsch (welcher auch von Huberts* zuständiger Sozialbetreuerin als sehr förderungswürdig eingestuft wurde) erfüllt.

Ein Herzenswunsch von Linus* (15):
Linus*, ein 15-Jähriger Junge lebt mit seinem Vater und seinem älteren Bruder in einer Notunterkunft. Die Familie ist vor ca. 7 Jahren aus dem Iran geflohen und hat bereits zahlreiche Wohnaufenthalte in München und im Landkreis Freising hinter sich gebracht. Der Junge ist bereits für sein Alter sehr erwachsen und trägt viel Verantwortung. Seine Eltern haben sich scheiden lassen und seine zwei jüngeren Geschwister leben noch bei der Mutter, diese Situation belastet ihn sehr. Der Vater versucht die Familie mit Zeitarbeitsjobs im Schichtdienst zu versorgen, war im letzten Jahr bereits 6x aufgrund seiner COPD Erkrankung im Krankenhaus. Aufgrund fehlender Sprachkenntnisse wird er von Arbeitgebern abgelehnt, auch die Wohnungssuche gestaltet sich schwierig. Der Sohn ist gerade dabei seinen Qualifizierten Mittelschulabschluss zu erlangen und auf der Suche nach einer Ausbildung. Er spielt Fußball im Verein und hat Anschluss im Jugendzentrum gefunden, in diesem er nun auch als Betreuer für Ferienfreizeiten mithilft. Für Schulprojekte und Tätigkeiten am Computer war Linus* bisher immer von anderen Menschen (Mitschülern, Sozialpädagogen im Jugendzentrum…) abhängig und wünschte sich für seine Selbständigkeit von uns daher einen Laptop. Gerade für die Suche und Bewerbung um einen Ausbildungsplatz benötigt er diesen. Außerdem möchte er auch seinen Vater bei der digitalen Wohnungssuche hiermit unterstützen. Aus diesem Grund hat sich die zuständige Sozialbetreuerin von Linus* mit dem Wunsch an uns gewandt. Im Juli 2022 konnten wir ihn erfüllen.

Unterstützung einer ukrainischen Flüchtlingsfamilie:
Mitte März haben wir einer ukrainischen Mutter, die mit ihrer kleinen Tochter auf dem Arm nach Deutschland geflüchtet ist, einen Buggy geschenkt.

Im März 2022 konnten wir zudem folgenden Herzenswunsch von Lara* (19) erfüllen:
„Ich bin 19 Jahre alt und komme aus München. Ich bin seit ca. 8 Monaten wohnungslos und lebe derzeit in einem Frauenobdachlosenheim. Schon seit langer Zeit spare ich auf einen Führerschein, da ich unbedingt Autofahren lernen möchte. Außerdem ist mein Wunsch, eine Ausbildung im KFZ-Bereich zu machen. Auch dafür ist es sicher wichtig, Autofahren zu können. Hoffentlich kann ich dieses Jahr mit einer Ausbildung beginnen. In letzter Zeit musste ich mich zunächst um meine Gesundheit kümmern und konnte daher auch nicht arbeiten. Ich lebe gerade von Arbeitslosengeld II und spare trotz des wenigen Geldes weiterhin. Der Führerschein kostet zwischen 2800 und 3300 Euro. Ich habe bereits 1400 Euro gespart. Ich wünsche mir Unterstützung, dass ich den Führerschein bald fertig machen kann. Bei einer Fahrschule bin ich schon angemeldet.“

Ein Herzenswunsch von Peter* (64):
Peter*
ist körperlich sehr eingeschränkt und lebt als Langzeitklient in einer Münchner Wohnungsloseneinrichtung. Daher ist ein Zimmer, in dem er sich wohlfühlt und auch mal Besuch empfangen kann aus Sicht seiner Sozialbetreuer sehr förderungswürdig. Peter* muss seine Rente (er hat knapp 25 Jahre als Bäcker gearbeitet) von knapp 900 Euro komplett an den Bezirk abführen, sodass er von 126 Euro Sozialhilfe im Monat lebt. In diesem Rahmen ist die Selbstfinanzierung einer Auszieh- bzw. Schlafcouch, die er sich schon lange wünscht, utopisch. Dank einiger großzügiger Spenden konnte der Wunsch im März 2022 erfüllt werden.

Weitere erfüllte Herzenswünsche im April/Mai 2022:

Ein Herzenswunsch von Nadja*:
Nadja*
ist 19 Jahre alt. Sie besucht das Gymnasium und steht kurz vor den Abiturprüfungen. Seit anderthalb Jahren arbeitet sie nebenher auf 450 Euro-Basis, um sich ihr Geld für den Führerschein zu verdienen. Aus ihrer Herkunftsfamilie konnte bisher niemand Autofahren. Jeder Umzug, große Einkäufe etc. erinnert sie immer als schwierig und sehr anstrengend und erhofft sich mit der Perspektive, irgendwann selbst Auto fahren zu können, ein leichteres Leben. Nadja* ist seit 4 Monaten wohnungslos. Sie hat es geschafft, sich von ihrem gewalttätigen Elternhaus zu lösen und einen Schutzraum für sich zu suchen. Durch die hohe Belastung musste sie die Theorieprüfung leider wiederholen, was nochmals zusätzliche Kosten verursachte. Nun hat sie jedoch die Prüfung erfolgreich geschafft und spart für die praktischen Stunden. Nadja* interessiert sich für Kunst und Architektur. Ob sie gleich nach dem Abitur studieren möchte oder erst noch Zeit zur Aufarbeitung ihrer Geschichte und zur beruflichen Orientierung benötigt, ist noch nicht ganz klar. Über unsere finanzielle Unterstützung zu ihrem Führerschein in Höhe von 600 Euro war sie sehr dankbar!

Ein Herzenswunsch von Chris:
„Ich bin in Frankfurt geboren. Wurde dann an eine amerikanische Familie weitergegeben und lebte bis November 2019 in den USA. Die amerikanische Staatbürgerschaft habe ich nie bekommen, obwohl ich adoptiert wurde und in der US-Army gedient habe. Mein Leben in den USA verlief dramatisch. Schließlich wurde ich 2019 aus den USA ausgewiesen und landete in München. Ich kannte weder die Sprache, noch das Land, die Stadt und wußte auch nicht wohin. Ich war verloren in einem fremden Land. Über Umwegen landete ich im September 2020 dann in einer Einrichtung des KMFV. Dort wurde mir geholfen, die komplexen Angelegenheiten mit den Behörden zu regeln. Kunst ist meine große Leidenschaft und ich bin aktuell sehr glücklich in meiner aktuellen Wohnungslosenunterkunft wieder malen zu können. Mein großer Herzenswunsch ist eine Fahrt nach Frankfurt. Dort wurde ich Mitte der Fünfziger Jahre geboren. Mein Herzenswunsch ist es in Frankfurt meinen Bruder zu treffen, bei dem ich übernachten kann und das Waisenhaus besichtigen möchte. Dort wurde ich geboren und wie meine Geschwister für kurze Zeit untergebracht, ehe wir getrennt wurden und der Kontakt für lange Zeit abbrach. Mein Bruder fand mich 1999 wieder in den USA. Ich wünsche mir, dass die Kosten für die Hin- und Rückfahrt übernommen werden (der Preis liegt bei 106,60 Euro). Damit sich der Kreis schließt und ich zurück zu meinem Ursprung komme.“
–> Auch diesen Wunsch konnten wir erfüllen.

Ein Herzenswunsch von Hanna* (39):
„Mein Name ist Hanna* und ich bin insgesamt seit 8 Jahren wohnungslos. Aktuell lebe ich im Frauenobdach KARLA 51. Vor einiger Zeit habe ich mit dem Theorieunterricht für meinen Führerschein begonnen. Ich habe lange für den Unterricht gespart, um meinem Herzenswunsch einen Schritt näher zu kommen. Leider kann ich mir die Anmeldung für die Theorieprüfung finanziell jedoch nicht leisten. Gibt es die Möglichkeit, dass Sie die Anmelde-Gebühren für die Theorieprüfung beim TÜV für mich übernehmen? Die Anmeldung kostet 200€. Mit Ihrer Unterstützung, würden Sie mir die Möglichkeit geben, meinem Ziel einen Schritt näher zu kommen, so dass ich bald meinen Führerschein in meinen Händen halten kann. (…). Ein Führerschein steht für mich für Unabhängigkeit und Freiheit. Mein Ziel ist es nach meiner Fuß-OP eine Arbeit zu finden, sodass ich mir den restlichen Führerschein dann aus eigener Kraft finanzieren kann.“
–> Auch diesen Wunsch konnten wir erfüllen.

Ein Herzenswunsch von Marcel* (22):
„Ich bin 22 Jahre alt und leider seit knapp einem Jahr wohnungslos. Derzeit wohne ich in einer Einrichtung des Katholischen Männerfürsorgevereins. Schon lange wünsche ich mir eine neue Brille. Leider kommt ein Nulltarif-Gestell von Fielmann für mich aufgrund meines starken Übergewichts nicht Frage. Mein Wunsch-Gestell mit Gläsern kostet 284 Euro. Mit dieser Brille würde ich mich deutlich selbstbewusster fühlen. Über eine anteilige Beteiligung an meinem Wunsch-Gestell würde ich mich so sehr freuen, da ich es mir selber leider nicht leisten kann.“
–> Auch diesen Wunsch konnten wir erfüllen.

Fahrradprojekt 2022:
Seit Anfang März 2022 erfüllen wir auch wieder Fahrradwünsche und haben seitdem bereits 5 wohnungslosen Wunschstellern ein Kostenübernahmeschreiben überreicht, mit dem sie sich in Kürze selbstständig ein Fahrrad bei einem unserer Münchner Kooperationspartner aussuchen können.

Ein Herzenswunsch von Martin* (50):
Martin* ist 50 Jahre alt und lebt in einer Münchner Obdachlosenunterkunft. Aufgrund gesundheitlicher Probleme ist er körperlich sehr eingeschränkt und benötigt im Alltag viel Unterstützung. Nach Rücksprache mit seinen Sozialbetreuern wäre ein zusammenklappbarer E-Scooter für ihn eine riesige Erleichterung. Dieser würde ihm mehr Mobilität ermöglichen und dadurch gleichzeitig ein Gefühl von Freiheit vermitteln. Auch für uns war es eine große Freude, Martins* Herzenswunsch im Juni 2022 erfüllen zu können.

Ein Herzenswunsch von Betty* (31):
Betty* ist 31 Jahre alt und vor 10 Jahren mit ihrem Mann aus Nigeria nach Deutschland gekommen. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen und häuslicher Gewalt gelang ihr vor einiger Zeit die Flucht in ein Frauenhaus. Allerdings musste sie ihre drei Kinder bei ihrem Mann zurücklassen. Nun kämpft sie vor Gericht um das alleinige Sorgerecht. Die Verhandlung findet jedoch in einem anderen Bundesland, am derzeitigen Wohnort der Kinder statt und die Kosten für die Zugfahrt und eine Übernachtung vor Ort werden vom Jobcenter nicht übernommen. Da Betty* ALG II Leistungen bezieht, kann sie zusätzliche Ausgaben für die Anreise und Unterkunft in Höhe von 200 Euro unmöglich aufbringen. Daher hat sie sich gemeinsam mit ihrer Sozialbetreuerin hilfesuchend an uns gewandt. Wir freuen uns, dass wir ihr im Juni 2022 mit einer Geldspende helfen konnten.

Ein Herzenswunsch von Mina* (48):
Mina* ist 48 Jahre alt. Sie ist seit 1,5 Jahren wohnungslos und lebt seit dieser Zeit in verschiedenen Frauenobdachlosenhäusern in Bayern. Aufgrund ihrer Situation hat Mina`* viele Themen zu regeln, um wieder in ein strukturiertes Leben zurückzufinden. Am 29. Juni ist sie zu einem Gerichtsverfahren geladen. Zu diesem Termin muss sie zu ihrer Anwältin in ein anderes Bundesland fahren. Es würde sie sehr entlasten, schon am Vortag anzureisen und dort zu übernachten, nachdem der Termin schon am Vormittag stattfinden wird. Mina* bittet daher um einen Zuschuss zu den Übernachtungs- und Fahrkosten i.H.v. 100 Euro. Sie bezieht ALG II Leistungen und ist bereit die darüber hinaus­gehen­den Kosten selbst zu tragen. Unser Zuschuss, den wir ihr im Juni 2022 dank einer Spende zur Verfügung stellen konnten, war eine große Unterstützung für sie und hat ihr auch persönlich sehr viel bedeutet.

Ein Herzenswunsch von Lukas*:
Lukas* lebt seit mehr als drei Jahren in einer Wohnungsloseneinrichtung des KMFV. Bis Ende letzten Jahres war er als Sicherheitsfachkraft noch voll erwerbstätig. Jedoch zeigte sich im Verlauf von 2021, dass Lukas* psychisch und physisch einer Erwerbstätigkeit, in dieser Weise, nicht mehr nachkommen kann, weshalb er von seinem Arbeitgeber gekündigt wurde. Seither bezieht er ALG I und aufstockende ALG II, welches gesamt 474,00 € monatlich ergibt. Davon bezahlt er in Raten eine Geldstrafe ab und schafft es mit dem verbleibenden Geld für Lebensmittel, Tabak, Fahrkarte o.ä. einigermaßen zu haushalten. Langfristig ist eine Unterbringung in einer Langzeiteinrichtung vorgesehen. In der Zusammenarbeit zeigt sich Lukas* sehr kooperativ und mitwirkungsbereit und schenkt seiner zuständigen Sozialarbeiterin sein vollstes Vertrauen. In den vielen Beratungsgesprächen mit stellte sich heraus, dass die meisten Jeanshosen von Lukas* zerrissen sind und auch sein einziges Paar Schuhe eingerissen und kaputt ist. Daher wandte sich Lukas* Sozialbetreuerin an uns mit der Bitte Lukas* mit neuen Schuhen und etwas neuer Kleidung auszustatten. Diesen Wunsch haben wir Ende Juni 2022 erfüllt.

Folgenden Gruppenwunsch von 8 wohnungslosen Männern und Frauen konnten wir im Sommer 2022 ebenfalls erfüllen:
„Liebe Schneekönige, im Rahmen einer geplanten Städtereise für unsere Klienten wenden wir uns an Sie. Wir vom Ambulanten Fachdienst Wohnen Freising betreuen und begleiten unsere Klient*innen über einen längeren, nicht befristeten Zeitraum psychosozial. Unsere Klient*innen sind multipel eingeschränkt durch eine Suchterkrankung und/oder psychischen Beeinträchtigungen. Für Oktober planen wir eine Städtereise nach Hamburg mit voraussichtlich 8 unserer Klienten. Durch die Pandemie blieben sehr viele Freizeitaktivitäten auf der Strecke. Teilweise vereinsamten unsere Klienten auch sehr, weil sie keine Möglichkeiten mehr hatten, soziale Kontakte zu pflegen, geschweige denn an kulturellen Angeboten teilzunehmen. Vor 2 Jahren führten wir bereits eine Städtereise nach Dresden durch, die sehr großen Anklang bei unseren Klienten fand und ein unvergessliches Erlebnis war. Es entstand außerdem eine tolle Gemeinschaft unter den teilnehmenden Klienten. Bis heute schwärmen sie in den höchsten Tönen davon. Deswegen planen wir, dies noch einmal durchzuführen. Unseren Klienten ist diese Reise so wichtig, dass sie auch bereit sind, einen Eigenanteil zu leisten, den sie zum Teil schon angezahlt haben. Außerdem sparen sie sich seit Monaten mühsam Kleinstbeträge zusammen, um über ein Taschengeld zu verfügen, was unter den aktuellen Umständen noch sehr viel schwieriger ist. Auch bei der Planung und Vorbereitung der Reise bringen sich  die Klienten aktiv und motiviert mit diversen Vorschlägen ein. Da wir die Reise nur durchführen können, wenn wir den Restbetrag mit Hilfe von Spendengeldern finanziert bekommen, würden wir uns sehr freuen, falls Sie uns mit einer Spende von 2.000 Euro bei unserem Reisevorhaben unterstützen könnten. Damit würden Sie die Lebensqualität unserer Klienten erheblich und anhaltend steigern. Mit herzlichem Dank im Voraus und hoffnungsvoll auf einen positiven Bescheid.“

Dank einer großzügigen Spende einer Privatperson war es uns auch möglich folgenden Wunsch zu erfüllen:
Ein Herzenswunsch von Marius*:
Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft im Straßenfußball für Wohnungslose wurde Marius* in die deutsche Mannschafts-Auswahl aufgenommen. Das erste von „Anstoß e.V.“ organisierte Trainingslager findet Ende Juni in Köln statt. Übernachtung und Verpflegung werden übernommen, die Fahrtkosten allerdings nicht. Da die Fahrt mit dem 9€-Ticket etwa 10 Stunden dauern würde und mit bis zu fünf Mal umsteigen verbunden ist, hat sich Marius* Sozialbetreuerin an uns gewandt mit der großen Bitte, Marius* eine etwas stressfreiere Anreise zu ermöglichen. Preisgünstige Fahrten mit Zug und Flixbus dauern bei weitem nicht so lange wie mit dem 9€-Ticket und würden inklusive Hin- und Rückfahrt etwa 100€ kosten. Marius* freute sich wie ein Schneekönig als er von der Übernahme der Fahrtkosten durch uns erfuhr.

Herzenswunsch einer wohnungslosen Mutter:
Wir freuen uns sehr, dass wir im Juli 2022 den folgenden Wunsch erfüllen konnten, welchen uns die Sozialbetreuerin der Wunschstellerin übermittelt hatte:
„Liebe Schneekönige,
Eine Klientin von mir hat drei Kinder im Alter von 6, 9 und 10 Jahren, die beim Vater in Bremen leben. Jetzt wurde entschieden, dass die Kinder in den Ferien zu ihr kommen dürfen. Meine Klientin hat sich riesig darüber gefreut. Jedoch können die Kinder nicht in der Wohnungslosenunterkunft, in der meine Klientin lebt, unterkommen. Sie hat auch keine Freunde oder Familie in Deutschland, wo sie mit den Kinder hin könnte. Daher suchen wir nach einer Unterkunft, da die Kinder sonst nicht kommen dürfen. Das Problem ist, dass meine Klientin nur ALG II erhält und laut Jugendamt Bremen sich um alles selbst kümmern muss. Wir haben gemeinsam schon nach sehr günstigen Angeboten geschaut. Ein Betrag von 2.000 Euro wird mindestens benötigt. Diesen kann unsere Klientin selbst nicht aufbringen. Daher wenden wir uns hilfesuchend an Ihren Verein mit der Bitte um Unterstützung!“

Ein Herzenswunsch von Ben*:
Ben*
ist wohnungs- und mittellos. Er ist in Berlin geboren und in Süd-Bayern sowie den USA aufgewachsen. Aktuell lebt er in einer Münchner Obdachlosenunterkunft. Ben* hat sich von uns die Kostenübernahme für einen Erste-Hilfe-Kurs gewünscht. Seiner Bitte sind wir nach Rücksprache mit seinem Sozialbetreuer im Juli 2022 gerne nachgekommen.

Ein Gruppenwunsch mehrerer wohnungsloser Männer (50+):
Eine Gruppe wohnungsloser Bewohner einer Einrichtung des KMFV wünscht sich ein Dreirad zur gemeinschaftlichen Nutzung. Die Wunschsteller sind passionierte Radler. Nun sind sie aber schon alt und etwas zu wacklig auf den Beinen, um mit normalen Fahrrädern unterwegs zu sein. Daher kam bei den zuständigen Sozialbetreuern die schöne Idee auf, ein Dreirad anzuschaffen, welches dann bedarfsgerecht ausgeliehen werden kann. Gerne haben wir bei der Finanzierung des Dreirads unterstützt um den Betroffenen dadurch ein Stück Freiheit zu schenken.