2020

Wunscherfüllungen im Januar

Ein Herzenswunsch von Hans* (53):
Hans*
ist 53 Jahre alt und Vater von vier Kindern. Vor einiger Zeit musste er einen schweren Schicksalsschlag verkraften und verlor dadurch den Boden unter den Füßen. Seit dieser Zeit ist Hans* wohnungslos und lebt derzeit in einer Einrichtung des Katholischen Männerfürsorgevereins. Für seine Familie versucht Hans* stark zu sein und kämpft sich Stück für Stück wieder ins Leben zurück. Vor kurzem konnte er seine Therapie erfolgreich beenden und geht wieder einer geringfügigen Beschäftigung nach. Dennoch ist er aufgrund starker gesundheitlicher Probleme in seiner Mobilität stark eingeschränkt und kann seine Unterkunft in der Freizeit kaum verlassen. Daher wünscht sich Hans* schon seit langem ein kleines TV-Gerät, zum Zeitvertreib, aber auch als Informationsquelle. Gerne haben wir Hans* diesen Wunsch erfüllt und wünschen ihm für seine Zukunft von Herzen alles Gute.

Ein Herzenswunsch von Sina* (25):
Sina* ist 25 Jahre alt und kommt gebürtig aus Afghanistan. Derzeit lebt sie in einer Münchner Obdachloseneinrichtung für Frauen und besucht regelmäßig einen Deutschkurs. Aufgrund aktuell noch mangelnder Deutschkenntnisse fühlt sich Sina* bislang sehr einsam. Daher lernt sie in jeder freien Minute, um die Sprachbarriere möglichst bald zu überwinden. Schon seit längerem wünscht sie sich sehnlichst einen Laptop um empfohlene Lernprogramme nutzen zu können, aber auch um sich für eine spätere Ausbildung mit der Modernen Technik vertraut machen zu können. Diesen Herzenswunsch haben wir Sina* gerne erfüllt.

„Nähen macht Freude“

Ein Herzenswunsch von Amanda (37):
Amanda ist 37 Jahre alt und lebt aktuell in einer Obdachlosenunterkunft für Frauen in München. Aufgrund einer körperlichen Behinderung sitzt Amanda im Rollstuhl. Ihre große Leidenschaft ist das Nähen. Bislang nähte Amanda alles mit der Hand, doch schon seit langer Zeit träumt sie von einer eigenen Nähmaschine. Als wir ihr diesen Wunsch Ende Januar 2020 erfüllten, freute sie sich im wahrsten Sinne des Wortes wie „eine Schneekönigin“.

Ein Herzenswunsch von Jannik*:
Jannik
* ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in München. Vor anderthalb Jahren wurde die Familie wohnungslos, nachdem sie ihre Wohnung auf Grund von einer Eigenbedarfskündigung verloren hat. Jannik’s* Frau ist an der tödlichen Krankheit ALS erkrankt und sitzt seit einigen Jahren im Rollstuhl. Jannik* übernimmt seit dieser Zeit die komplette Pflege. Dieses Schicksal überschattet die ganze Familie. Die Wohnungssuche gestaltet sich in diesem Fall besonders schwierig, da die Familie von SGB II Leistungen und Krankengeld lebt und zudem eine behindertengerechte Wohnung für 5 Personen benötigt. Trotz all dem Leid, gibt die Familie nie die Hoffnung auf und ist stets mit dem, was sie haben, zufrieden. Auf Grund häufiger Arztbesuche mit seiner kranken Frau ist Jannik* dringend auf ein Auto angewiesen. Leider kann sich die Familie eine dringend notwendige Autoreparatur in Höhe von 163,72 Euro nicht leisten und hat sich daher hilfesuchend an uns gewandt. Gerne haben wir Jannik’s* Wunsch nach einer Kostenübernahme für die Autoreparatur erfüllt.

Im Hans Scherer Haus, einer Wohnungsloseneinrichtung des Katholischen Männerfürsorgevereins in Oberschleißheim gibt es schon seit Jahren ein vielfältiges Angebot an tagesstrukturierenden Maßnahmen, die sehr gut von den Bewohnern im Haus angenommen werden. Aus der jahrelangen Erfahrung in der Einrichtung wird es immer offensichtlicher, wie dringend notwendig tagesstrukturierende Maßnahmen sind. Dies bedeutet neben Spaß und einer Betätigung in der Gruppe auch eine sofortige Rückmeldung, in welchem körperlichen Zustand sie sich befinden. Im Bereich Musik gibt es schon lange einen mehrheitlich genannten Wunsch, nämlich eine E-Gitarre für eine gemeinschaftliche Nutzung im Haus. Tagesstrukturierende Maßnahmen wie das gemeinsame Musizieren helfen wohnungslosen Menschen nachweislich wieder Verantwortung für sich zu übernehmen und ein besseres Selbstwertgefühl zu entwickeln. Aus diesem Grund haben wir diesen förderungswürdigen Wunsch Anfang 2020 erfüllt.

Ein Herzenswunsch von Franz Hegel* (65):
Franz Hegel* ist 65 Jahre alt und schon seit über 15 Jahren obdachlos. Nachdem er erst durch Frankreich, Italien, Österreich und Deutschland wanderte, fand er im Oktober 2008 schließlich seinen Platz in München. Seitdem lebt er auf der Straße, kann aber ab Dezember in einer Langzeiteinrichtung für wohnungslose Männer wohnen. Hier bekommt er ein kleines Taschengeld in Höhe von 117 Euro im Monat, das aber zum Leben bei Weitem nicht reicht. Selbst der Kauf einer täglichen Zeitung, wäre nicht möglich. Auf dieses Vergnügen würde Franz Hegel* jedoch nur sehr ungern verzichten. Der Literaturfan ist nämlich seit über 45 Jahren ein interessierter Leser der Süddeutschen Zeitung und verfolgt so das tägliche Weltgeschehen. Deswegen wünscht sich Franz Hegel* von Herzen ein Zeitungsabonnement für die Süddeutsche Zeitung. Im vergangenen Jahr haben wir ihm diesen Wunsch bereits erfüllt und freuen uns sehr, dass wir ihm für 2020 eine Verlängerung des Abonnements schenken konnten.

Wunscherfüllungen im Februar

Ein Herzenswunsch von Anna-Maria* (57):
Anna-Maria* ist 57 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann bereits seit Januar 2018 in einer Obdachlosenunterkunft. Sie ist gebürtig aus Bulgarien und hat dort für sich keine Perspektive mehr gesehen, weshalb sie sich mit Anfang 50 auf den Weg nach Deutschland gemacht hat. Hier arbeitet Anna-Maria* seit Jahren als Reinigungskraft fest angestellt und hat zudem noch einen Minijob. Sie hat sich immer um alles gekümmert, ihr Mann hat die letzten Jahre immer wieder die Arbeit verloren, weshalb sie hier auch immer verantwortlich war, das gemeinsame Geld zu erwirtschaften. Vom Amt wollte sie noch nie eine Unterstützung und hat auch nie Leistungen beantragt, sondern sich immer selbst „durchgeschlagen“. Anna-Maria* wünscht sich schon lange ein gutes Paar Schuhe und eine neue Jacke. Diese beiden Wünsche, die sie sich trotz ihres Jobs nicht leisten kann, haben wir ihr im Februar 2020 gerne erfüllt.

Ein Herzenswunsch von Helene* (37):
Helene* ist 37 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann und ihrem 16-jährigen Sohn seit November 2018 in einer Münchner Obdachlosenunterkunft. Sie ist  gebürtig aus Bulgarien und folgte ihrem Mann vor einigen Jahren, gemeinsam mit ihrem Sohn, nach Deutschland. Nachdem die Familie in unterschiedlichen prekären Wohnverhältnissen gelebt hatte und das Geld für die Miete nicht immer gleich zu Beginn des neuen Monats in bar an den Vermieter zahlen konnten, wurden sie obdachlos. Helene* hat das Tourette-Syndrom und leidet unter einer Panik-Angst-Störung, weshalb sie diesbezüglich auch Tabletten einnehmen muss. Sie arbeitet bereits von Beginn an, seit sie in Deutschland ist, immer als Reinigungskraft, aktuell in einem Café. Als Helene* ihrer Sozialbetreuerin erzählte, dass sie jeden Abend nach der Arbeit nasse Füße hat, da ihre Schuhe undicht sind, hat sich diese hilfesuchend an uns gewandt. Gerne haben wir Helene’s* Wunsch nach einem neuen Paar Schuhe erfüllt.

Wunscherfüllungen im März

Ein Herzenswunsch von Lotta* (60):
Lotta* lebt in einer Münchner Obdachlosenunterkunft, seit sie 2017 ihre Wohnung wegen Eigenbedarf verloren hat und im Zuge dessen obdachlos wurde. Neben der unschönen Wohnsituation und der bereits bestehenden Schwerbehinderung von 90 % erkrankte sie zudem noch an Krebs und erlitt Depressionen. Auf Anraten der Ärzte sollte Lotta* dringend eine Chemotherapie beginnen. Um diese Therapie möglichst zeitnah zu beginnen, müssen im Vorfeld noch einige medizinische Untersuchungen getätigt werden. Aufgrund ihrer Schwerbehinderung ist Lotta* auf ein Auto angewiesen, was natürlich mit hohen Kosten verbunden ist. Da sie lediglich SGB II Leistungen bezieht, ist es ihr kaum möglich, all die benötigten Arzttermine auf Grund von finanziellen Nöten, wahrzunehmen. Deshalb hat sich Lotta einen Benzin-/Tank-Gutschein von uns gewünscht. Diesen Wunsch haben wir ihr schnellst möglich erfüllt, damit sie bald, die notwendige Behandlung beginnen kann.